Preisgestaltung in den Shops

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Marlene
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon Marlene » Di, 7. Jun 2011, 11:18

WeirdSister hat geschrieben:
Sorry, OT, aber weshalb werden Alleinerziehende mit Schülern und Studenten auf eine Stufe gestellt?


Hast du mal gerechnet, was die Ausgaben haben bei ihrer albernen Steuerklasse 2? Falls sie überhaupt einen Job finden und nicht von H4 leben müssen....
Als Luiggi wieder seinen Revolver verbummelt hatte, sagte der Boss nur: "Du, das macht mich jetzt aber unheimlich betroffen!" .. und jeder von uns spürte, dass die Gruppentherapie echt was gebracht hatte.

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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon Marlene » Di, 7. Jun 2011, 11:23

CorviniusII hat geschrieben:Die Prioritären sind aber verrückt, wenn dort das ganze Taschengeld,freie Einkommen gelassen wird..


Ich sag's mal genauso populistisch: Immer noch besser als es in Kippen, Drogen, Tatoos, Diskos, Handys, IPads, Fahrzeuge und Alkohol zu stecken. :lol:

Warum darf Lush nicht ein bisschen Statussymbol bzw. was Besonderes, Luxuriöses, Exklusives sein? Nur weil der Anspruch Tierschutz erhoben wird?

Spätestens bei der Beratung im Shop (falls es denn ein guter ist) wird klar, was der Unterschied zu niedrigpreisigen Waren ist.
Als Luiggi wieder seinen Revolver verbummelt hatte, sagte der Boss nur: "Du, das macht mich jetzt aber unheimlich betroffen!" .. und jeder von uns spürte, dass die Gruppentherapie echt was gebracht hatte.

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Bluebubbles3000
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon Bluebubbles3000 » Di, 7. Jun 2011, 11:30

Marlene hat geschrieben:
Gundel_Gaukeley hat geschrieben:
Bluebubbles3000 hat geschrieben:Im Großen und Ganzen stimme ich mit Gundel überein, allerdings wird ein Unternehmen sehr wohl reagieren, wenn die Verkaufszahlen sinken ;-)

Würden sie, wenn die Zahlen wirklich merklich sinken würden. Werden sie aber nicht. Ganz wegbleiben werden nur wenige Stammkunden. Die meisten werden meckern, aber dann doch weiter da kaufen, und die Laufkundschaft wird auch erhalten bleiben.


Ich bin der festen Überzeugung: die meisten Kunden bemerken die Preiserhöhung nicht mal oder tun sie mit einem Schulterzucken ab. Lush ist nun mal hochpreisig, das war schon immer so ... und auch hohe Preise müssen/wollen irgendwann mal erhöht werden.

[..]
Jetzt ist wieder ein Aufschrei der Empörung, einige werden der Marke den Rücken kehren aber ebensoviele werden nach einer gewissen Zeit dann doch wieder einkaufen. Und selbstverständlich kommen tagtäglich neue Kunden dazu.


Nach alter Volkswirtschaft ist dann die Preiselastizität gegeben, um weiter die Preise zu erhöhen. Gute alte - ziemlich gnadenlose- Wissenschaft.
http://de.wikipedia.org/wiki/Preiselastizit%C3%A4t


--)sitzen in der Unternehmensleitung mittlerweile genug Hochglanz- BWLer und will LUSH in ein spezifisches Kundensegment (Bsp. Besserverdienende etc.) und gibt der Markt das Potential her (also herrscht genug Nachfrage auch bei hohen Preisen), dann werden sie diesen Weg unbeirrt weiter gehen, bis der Markt "ausgeschöpft ist.

Randbemerkung "soziologische Topologie": es läßt sich leicht feststellen, welche Zielgruppe LUSH bedient, die neue Biowelle und das "Umweltbewusste kaufen" ist Hype, der unglaubliche Preise hervorbringt.
So ist zum Beispiel per Marktforschung ganz leicht fest zu stellen, dass die meisten Vegetarier junge weibliche Singles in Großstädten sind, die einen vergleichbar hohen Bildungsstand haben ( und damit subsummarum im Schnitt sehr dicke Geldbeutel haben). Versteht Ihr, welche Verknüpfung ich hier mache?

So und dann haben wir hier vegane Kosmetik mit "Gewissen" und Liebe zubereitet ---) Wohlfülfaktor mit gutem Gewissen --in den Kassen klingelt es.


Das einzige, was mich an dem Konzwept etwas wundert - weil für mich nicht ganz koherent - ist, dass LUSH meiner persönlichen Meinung nach mit ihrem Konzept auf besonders junge Konsumenten abziehlt - und da sitzt das Geld eigentlich noch nicht so locker...
Dann aber wiederum vergleiche ich die Luxusmarken und entdecke, da haben wir Cremes, die bis zu 300 € kosten und mehr "technologie"artiger vermarktet werden. Ab 40 setzt man wohl nach wie vor auf künstliche Nachhelfen....


Genug gebabbelt - was ich sagen will ist, bis dieser eine Preis erreicht ist, bei dem die nachlassende Nachfrage schwerer wiegt als das Umatzplus durch den angepassten Preis, solange wird die Schraube gedreht.
Solange es sachlich bleibt, halte ich daher grundsätzlich KRitik von eingefeischten Stammkunden als viel sinnvoller als stilles "Aushalten", bis der Siedepunkt erreicht ist....

Das ganze hat auch eine kulturelle Komponente, während man in BRD ohne Probleme die Krankenversicherungsbeiträge in die Höhe schrauben kann und sich keiner rührt (solange dies während der Fussballsaison geschieht), wäre halb Frankreich schon brüllend auf der Straße. ;-)
Was hier vom lieben Management mit einkalkuliert werden muß (wo wir schon bei Kalül sind) ist, dass der LUSH- Kundenstamm sehr gerne und mit Leidenschaft gegen den Strom schwimmt, also bereits ausreichen Übung im "Faust auf den Tisch hauen" hat. Habe ich recht? Wir sind doch irgendwie alle kleine Rebellen, also mit einer leidensfähigen Schafherde würde ich die LUSH- Gemeinde nicht wirklich vergleichen.
Daher würde ich, wäre ich in der entsprechneden Psoition, meine BWL- Kalküle seeeehhhhhr vorsichtig an den Kunden auslassen.....so elastisch sind wir unter Umständen nicht, und da wir Köpfchen haben (siehe Marktsegemtierung oben), fragen wir schon aus Prinzip ein wenig schneller nach den Hintergründen als so manch anderes Marketing- Opfer....

Folgt mir noch einer oder hab ich jetzt zu viel geschwafelt? :amkopfkratz:
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon Bluebubbles3000 » Di, 7. Jun 2011, 11:32

Sorry für die Rechtschreibfehler, kann nicht mehr editieren....
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon noctad » Di, 7. Jun 2011, 11:54

Nein, ich kann dir gut folgen. Spricht bisher alles dafür, dass Stammkunden, die ihren "Gral" gefunden haben uninteressanter geworden sind, als diejenigen Neueinsteiger, die sich noch durchprobieren und deshalb weitaus mehr Geld dalassen, während die Hasen am Anfang des Jahres oftmals zuschlagen. Die jungen Frauen ab 16 aufwärts entdecken nicht nur dank Youtube nach und nach Howls und wollen alles selber probieren. Da Klamotten auch immer billiger werden, halten andere dafür wieder weiter die Hände auf, besonders, wen sie sich mit einem grünen, fairen und frischen Mantel einhüllen können. Ebenso die neue Käuferschaft, der Juppies, die seit zwei Jahren Biojoghurt kaufen aber immer noch die fairer gehandelte Vollmilch im Laden stehen lassen, geschweige denn Vorzugmilch aus der Region zu beziehen. Es läuft alles darauf hinaus, dass Lush in Deutschland laufen gelernt hat (auch getragen vom grünen Wandel der Milttelschicht in einigen Regionen) und bereits Jahre zuvor zufriedengestellte Kunden nicht mehr in aller Konsequenz braucht.
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon Marlene » Di, 7. Jun 2011, 12:05

Bluebubbles3000 hat geschrieben:Das einzige, was mich an dem Konzwept etwas wundert - weil für mich nicht ganz koherent - ist, dass LUSH meiner persönlichen Meinung nach mit ihrem Konzept auf besonders junge Konsumenten abziehlt - und da sitzt das Geld eigentlich noch nicht so locker...
Dann aber wiederum vergleiche ich die Luxusmarken und entdecke, da haben wir Cremes, die bis zu 300 € kosten und mehr "technologie"artiger vermarktet werden. Ab 40 setzt man wohl nach wie vor auf künstliche Nachhelfen....


Nein, das passt schon trotzdem.
Klingt zwar irgendwie fies und fürchterlich altklug: Aber das ist die Zeit, in der Konsumverhalten mit ersten eigenen Geld geübt wird. Zumal einige dieser jungen Konsumenten ja auch aus besserem Hause stammen und sich die kostspielge Orientierungsphase bei Lush auch leisten können, passt Deine soziologische Analyse ziemlich gut.
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon CorviniusII » Di, 7. Jun 2011, 12:12

Marlene hat geschrieben:...
Warum darf Lush nicht ein bisschen Statussymbol bzw. was Besonderes, Luxuriöses, Exklusives sein? Nur weil der Anspruch Tierschutz erhoben wird?

...


Weil da keine von Condor Pasa pfeiffenden, glücklichen Peruanern gepflückten Naturstoffe drin sind, sondern dieselbe Chemie wie in an anderen Pflegemitteln auch.

Es ist eben nichts exklusiv Natürliches, sondern nimmt nur das Image in Anspruch.
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon Marlene » Di, 7. Jun 2011, 12:24

CorviniusII hat geschrieben:
Marlene hat geschrieben:...
Warum darf Lush nicht ein bisschen Statussymbol bzw. was Besonderes, Luxuriöses, Exklusives sein? Nur weil der Anspruch Tierschutz erhoben wird?

...


Weil da keine von Condor Pasa pfeiffenden, glücklichen Peruanern gepflückten Naturstoffe drin sind, sondern dieselbe Chemie wie in an anderen Pflegemitteln auch.

Es ist eben nichts exklusiv Natürliches, sondern nimmt nur das Image in Anspruch.


Da hast Du in der Tat Recht.
Tierschutz scheint wichtiger. .... (ich geh schon mal in Deckung) :D

Aber ich lese nirgendwo, dass "exklusiv Natürlich" irgendwie beworben würde. Machen andere Status-Marken, Luxus-Marken oder Exklusiv-Marken auch nicht unbedingt.

Ich fand die Analyse oben ziemlich gut: Es ist nicht die Fairtrade-Kundschaft, die hier angesprochen wird.
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon CorviniusII » Di, 7. Jun 2011, 12:32

Im Handgemacht schwingt das besonders Natürliche, besonders Schonende mit.

Tierversuche für Shampoos und Lotionen sind eh seit 2004 Eu-weit verboten.

Das ist also auch nicht das Besondere.

Ich find das Exklusive net, ausser dem Preis...
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon Marlene » Di, 7. Jun 2011, 12:40

CorviniusII hat geschrieben:Im Handgemacht schwingt das besonders Natürliche, besonders Schonende mit.



Und doch steht da nur Handgemacht dran.

Ich glaub, ich find das Marketing von Lush immer besser (besser im Sinne von zielgerichtet und erfolgreich). :lol:
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon dobby » Di, 7. Jun 2011, 12:47

Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die Lush Mitarbeiter den ganzen Tag fröhlich singend Badekugeln am Fliessband klöppeln.

Und in Luxus- und Exklusivgeschäften bekomme ich auch (meistens) wirklich fachkundige Beratung, was bei aller Liebe auf Lush nicht immer zutrifft, oder willst Du mir erzählen, dass z.B. die Aushilfen und Mini Jobber eine Fortbildung bekommen?
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon cosmo » Di, 7. Jun 2011, 12:51

Ich werde das Wort "instrumentalisieren" auch nie wieder verwenden, upps. Aber Spaß beseite, die Analyse ist wirklich gut. Und echte "Naturkosmetik" inkl. Richtlinien (u.a. auch bezügl. Beschäftigung etc.) ist Lush wirklich nicht. Aber bitte, muss jeder selber wissen, ob er sein Geld dafür ausgeben will bzw. kann. Wenn man die parfümierten Sachen verträgt...
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon Marlene » Di, 7. Jun 2011, 12:52

Ist das wichtig? Am Anfang geht es immer um mehr Schein als Sein. Ist Begeisterung mal da, lässt es sich mit kleinen Schwächen in der Performance besser leben.

Ob Aushilfen und Mini Jobber Fortbildungen bekommen weiß ich nicht. Ich weiß ja nicht mal ob so was überhaupt üblich ist im deutschen Marktgeschehen. Bisher hab ich im Shop aber (fast) immer fachkundige Beratung bekommen - auch wenn ich manchmal dann doch lieber die nette Kollegin nebenan gefragt habe.

Wenn Du ehrlich bist, zahlst Du aber in echten Luxus- und Fachgeschäften auch sehr viel mehr Geld und wirst zum Teil auch noch schnöselig und herablassend behandelt. Letzteres ist mir bei Lush auch nur selten passiert.
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon CorviniusII » Di, 7. Jun 2011, 12:53

Klar, bekommen die ne Fortbildung. Wie man besser verkauft. :twisted:
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon dobby » Di, 7. Jun 2011, 12:58

Marlene hat geschrieben:Wenn Du ehrlich bist, zahlst Du aber in echten Luxus- und Fachgeschäften auch sehr viel mehr Geld und wirst zum Teil auch noch schnöselig und herablassend behandelt.


Kann ich eigentlich nicht sagen.
Ganz im Gegenteil. Bei Cartier z.B. bekomme ich immer Champagner angeboten. :D
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon CorviniusII » Di, 7. Jun 2011, 12:59

Wie passt eigentlich Lush will die besserverdienden Hochschulabsolventen hier mit zusammen? :D

http://www.lush-shop.de/feste-seife_49.html
"Es ist schwer, fromm zu sein, wenn auf manche Menschen nie ein Blitzstrahl niedersaust." (Calvin aus der Comic-Serie "Calvin & Hobbes").


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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon Marlene » Di, 7. Jun 2011, 13:15

Das ist für diejenigen, die schon mal für ihre Karriere als Arzt üben wollen. :rofl1:
Als Luiggi wieder seinen Revolver verbummelt hatte, sagte der Boss nur: "Du, das macht mich jetzt aber unheimlich betroffen!" .. und jeder von uns spürte, dass die Gruppentherapie echt was gebracht hatte.

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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon Mic » Di, 7. Jun 2011, 13:57

Natürlich ich das alles ein gut ausgeklüngelter Werbetrick. Und es machen auch ganz andere Firmen.

Denn ganz ehrlich ich habe damals ich bei Lindt gearbeitet habe, auch keinen Herrn mit goldenem Lindtaufdruck auf der Mütze gesehen, der gemütlich einen Topf mit Schokolade umrührt, trotzdem suggeriert die Werbung hier wird sich besonders viel Mühe mit der Schoki gegeben. Denn wenn die so wie in der Werbung von Hand gemacht würden, könnte Lindt gar nicht soviel umsetzen um Gewinn zu machen.

Und Lush suggeriert eben mit den Früchten auf der Homepage, dass da eben mehr dahinter ist als handgemacht, aber auch diese Disskussion haben wir hier schon zu oft gehabt, dass Leute enttäuscht waren zu entdecken, dass wir hier eben keine Naturkosmetik haben.

Aber wenn ich dann sehe, dass schon wieder die Preise erhöht werden oder Sondergoodsies, die einem als Kunde die eh schon im oberen Bereich angesetzten Preise, doch wieder haben vergessen lassen, teilweise mit doch sehr fadenscheinigen Argumenten gestrichen werden, darf er sich auch mal verarscht fühlen und seinem Unmut freien Lauf lassen. Und vielleicht werden hier dann einige nur motzen, aber am ende weiter kaufen, aber ich denke viel mehr werden sich dann genauer umschauen, wenn wenn Sie dann ein Produkt finden die das Badevergnügen, tierversuchsfrei für deutlich weniger Geld ermöglichen auch abwandern.

Und dann hier eine Mitarbeiterin sich darüber ärgert, dass einige Kunden doch eh nur kommen, weil sie was umsonst wollen. Dann überlegt man sich 2x wieder hin zu gehen. Denn was weiß ich, was die Lushette von mir denkt, wenn ich es wagen sollte nach einer Probe von einer bestimmten Sache frage, weil ich nicht weiß ob ich sie vertrage.

Ich kann euch gar nicht sagen, wie sich die Leute damals in dem Sonnenstudio aufgeregt haben, als die neue Frau vom Chef die Bonbons gestrichen hat, die jeder Solarienbesucher bekam mit seinem Handtuch. Natürlich sagten die nichts über die Qualität der Solarien aus, aber über die Qualität des Services. Aber gerade so kleine Sachen entscheiden darüber, ob ich mich für Anbieter a oder b entscheide, da kann der Kaffee denn man angeboten bekommt, weil man warten muß, dass Bonbon, oder die Aludose, auch wenn man Sie mal nicht nehmen will, darüber entscheiden ob ich wieder komme, weil ich das Gefühl hatte für den Anbieter wichtig zu sein.
Der Einklang ist bei der Diskussion etwas ganz Unerwünschtes.
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon Franni » Di, 7. Jun 2011, 14:24

CorviniusII hat geschrieben:Klar, bekommen die ne Fortbildung. Wie man besser verkauft. :twisted:


also über fortbildungen sollte man sich nun wirklich nicht beschweren, irgendwoher muss der gute service ja auch gelernt werden
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon BlanceW. » Di, 7. Jun 2011, 14:35

Echt jetzt???? * wirklich neugierig bin*
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Manch ein Schlipsträger sollte doch wirklich mal die länge seines Schlipses überdenken! --> Dann kann man da auch nicht drauf treten!
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon Hurrabärchi » Di, 7. Jun 2011, 14:36

Marlene hat geschrieben:
Wenn Du ehrlich bist, zahlst Du aber in echten Luxus- und Fachgeschäften auch sehr viel mehr Geld und wirst zum Teil auch noch schnöselig und herablassend behandelt. Letzteres ist mir bei Lush auch nur selten passiert.



Das hingegen ist ne unterstellung find ich. Sowohl bei estee lauder wie auch ber orogoldcosmetics ( wenn wir mal bei den kosmetiksachen bleiben) werd ich sehr kompetent und freundlich beraten. Nix schnöselig! Manchmal kommts halt auch auf den kunden an.
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon noctad » Di, 7. Jun 2011, 15:08

Franni hat geschrieben:
CorviniusII hat geschrieben:Klar, bekommen die ne Fortbildung. Wie man besser verkauft. :twisted:


also über fortbildungen sollte man sich nun wirklich nicht beschweren, irgendwoher muss der gute service ja auch gelernt werden


Eben. Kundentypen sind verschieden und die einem anderen Kontext erwähnte küchenpsychologische Ausbildung hat nicht jeder, der am Kunden arbeitet.
Das ist aber sehr wichtig, auch wenn man so manchmal richtig fies daneben liegen kann. Allerdings macht man in 95% der Fälle einen besseren Job im Verkauf.

Allerdings heißt dass auch im Umkehrschluss zu wissen, wann der Kunde lieber allein gelassen möchte. Das gelingt übermotivierten Verkäufern eher selten und man fühlt sich blitzartig unwohl als Kunde, der lieber seinem eigenen Urteil traut.
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon ninebiene » Di, 7. Jun 2011, 15:18

CorviniusII hat geschrieben:Wie passt eigentlich Lush will die besserverdienden Hochschulabsolventen hier mit zusammen? :D

http://www.lush-shop.de/feste-seife_49.html


das hab ich ja noch nie gesehen :o aber es passt wieder wunderbar in die "kunden sind blöd schublade" :roll: wenn ich jetzt allerdings nen you tube video bekommen könnte, wie man das ganze ohne einen einhandmischer macht, also wie bekomme ich mit dem ellenbogen warm- und kaltwasserdrehhähne zu, dann wäre ich wieder versöhnt :P :rofl1:
die mit den muffins

ich hab auch ne seifenbörse , aber ich darf sie jetzt nicht mehr verlinken und nen zwinkersmiley darf ich auch nicht mehr setzen.

http://www.lush-forum.de/viewtopic.php?f=18&t=15938 <-- so das darf ich dann also, da gehts zum Tauschrausch ;)
http://ninebiene-will-nur-spielen.blogspot.com/ <-- ich blogge jetzt auch ;)

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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon dippy_skin » Di, 7. Jun 2011, 15:25

Heutzutage kommen Firmen, die sich nicht an Kunden orientieren nicht weit.

Lush gehört für mich nicht zu Firmen, die sich an Kunden orientieren, allerdings nicht unbedingt wegen der Preise, sondern der ganzen Aufmachung. Nix gegen Geld verdienen, aber Lush machte grosse Anstrengung um den Kunden den Eindruck zu vermitteln, dass es eben "anders" und "besonders" ist und nicht aufs "nur Geld" verdienen aus.

In diesem Sinne,

dippy, die für eine Kugel Eis 3,90 Euro zahlt und gestern im Servicewüste Restaurant 1:45 h auf ihren Salat gewartet hat, der dann auch noch 17 Euro kostete und das 16 cl Glas Wein weitere 9 Euro dazu. Normal. Trinkgeld einberechnet.
Für Machtspiele gibt es keine Regeln und keine Schiedsrichter. Siegfried Wache (*1951)
"Gold, Frankincense & Beer und Cynthia Sylvia Stout verloren" (C)
Die lush-getreue Version der deutschen Redewendung "Hopfen und Malz verloren".

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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon tammy_xb9sx » Di, 7. Jun 2011, 15:29

Salat????? Boah, Du traust Dich ja was! ;-)

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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon noctad » Di, 7. Jun 2011, 15:33

dippy_skin hat geschrieben:dippy, die für eine Kugel Eis 3,90 Euro zahlt und gestern im Servicewüste Restaurant 1:45 h auf ihren Salat gewartet hat, der dann auch noch 17 Euro kostete und das 16 cl Glas Wein weitere 9 Euro dazu. Normal. Trinkgeld einberechnet.


Find dich doch damit ab. Das müssen ausnahmslos alle in deinem Land und haben dafür sogesehen auch wieder Vorteile. Das ständige kokettieren damit ändert meinen Blickwinkel hier in Deutschland auf meinen Konsum allerdings nicht. Ich vergleiche auch nicht Mangos aus Thailand und unsere durchschnittliche Importware.
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon Hurrabärchi » Di, 7. Jun 2011, 16:29

dippy_skin hat geschrieben:Heutzutage kommen Firmen, die sich nicht an Kunden orientieren nicht weit.

Lush gehört für mich nicht zu Firmen, die sich an Kunden orientieren, allerdings nicht unbedingt wegen der Preise, sondern der ganzen Aufmachung. Nix gegen Geld verdienen, aber Lush machte grosse Anstrengung um den Kunden den Eindruck zu vermitteln, dass es eben "anders" und "besonders" ist und nicht aufs "nur Geld" verdienen aus.

In diesem Sinne,

dippy, die für eine Kugel Eis 3,90 Euro zahlt und gestern im Servicewüste Restaurant 1:45 h auf ihren Salat gewartet hat, der dann auch noch 17 Euro kostete und das 16 cl Glas Wein weitere 9 Euro dazu. Normal. Trinkgeld einberechnet.



klingt wie wenn finnland und schweiz so in etwa gleich teuer wären....
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon Bluebubbles3000 » Di, 7. Jun 2011, 17:33

dippy_skin hat geschrieben:Heutzutage kommen Firmen, die sich nicht an Kunden orientieren nicht weit.

Lush gehört für mich nicht zu Firmen, die sich an Kunden orientieren, allerdings nicht unbedingt wegen der Preise, sondern der ganzen Aufmachung. Nix gegen Geld verdienen, aber Lush machte grosse Anstrengung um den Kunden den Eindruck zu vermitteln, dass es eben "anders" und "besonders" ist und nicht aufs "nur Geld" verdienen aus.




:amkopfkratz: Ok, hier ist es nicht angekommen. Lush orientiert sich für Dich nicht an den Kunden?
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon Bluebubbles3000 » Di, 7. Jun 2011, 17:36

Marlene hat geschrieben:
Bluebubbles3000 hat geschrieben:Das einzige, was mich an dem Konzwept etwas wundert - weil für mich nicht ganz koherent - ist, dass LUSH meiner persönlichen Meinung nach mit ihrem Konzept auf besonders junge Konsumenten abziehlt - und da sitzt das Geld eigentlich noch nicht so locker...
Dann aber wiederum vergleiche ich die Luxusmarken und entdecke, da haben wir Cremes, die bis zu 300 € kosten und mehr "technologie"artiger vermarktet werden. Ab 40 setzt man wohl nach wie vor auf künstliche Nachhelfen....


Nein, das passt schon trotzdem.
Klingt zwar irgendwie fies und fürchterlich altklug: Aber das ist die Zeit, in der Konsumverhalten mit ersten eigenen Geld geübt wird. Zumal einige dieser jungen Konsumenten ja auch aus besserem Hause stammen und sich die kostspielge Orientierungsphase bei Lush auch leisten können, passt Deine soziologische Analyse ziemlich gut.


Achso, stimmt, recht haste - gerade viel mir ein, dass die jungen ja deshalb so vom Marketing penetriert werden, weil sie noch nicht auf Marken festgelegt sind....stimmt, stimmt, die Experimentierphase.....
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Marlene
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Re: Preisgestaltung in den Shops

Beitragvon Marlene » Di, 7. Jun 2011, 18:13

Bluebubbles3000 hat geschrieben:Achso, stimmt, recht haste - gerade viel mir ein, dass die jungen ja deshalb so vom Marketing penetriert werden, weil sie noch nicht auf Marken festgelegt sind....stimmt, stimmt, die Experimentierphase.....


Wenn dann noch jemand mit Tierschutz wedelt und damit, keine Tierversuche machen zu wollen, ist das eigentlich schon die halbe Miete.

Die Schnösel-Luxusläden haben haben da eher nicht das richtige Ambiente. :lol:
Als Luiggi wieder seinen Revolver verbummelt hatte, sagte der Boss nur: "Du, das macht mich jetzt aber unheimlich betroffen!" .. und jeder von uns spürte, dass die Gruppentherapie echt was gebracht hatte.


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